Geilster Musiktipp des Jahrtausends:
Dawn of Despair

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Hämatom – Wut


Megapress/Soulfood
Deutscher Metalcore

Hämatom? Die mit dem Häschen und Butzemann? Die vier Franken haben sich schon ein ordentliches Nest gemacht, bedenkt man den Start im Jahre 2004. Aber Butzemann und Häschen ist vorbei – seit der ersten EP „Nein“ hat die Band sich gewaltig entwickelt und legt mit ihrem Debüt Studioalbum „Wut“ richtig vor! Aggressiv und brachial aber auch melancholisch können die Jungs sein. Die Balladen „Freier Fall“ und „Willkommen im Nichts“ beweisen einmal mehr das auch die härtesten Gesellen einen weichen Kern haben – und der ist herrlich musikalisch! Aber der Rock ‘n’ Roll is’ ja ka Lehnstuhl nedd und darum geht – abgesehen von einem kurzen elektronischen Intermezzo namens „Vorspiel“ – mit den restlichen 11 Songs auch ordentlich die Post ab. Perfekt ist die Scheibe leider trotzdem nicht ganz: Live ist Hämatom nämlich sogar nochmal einen kleinen Tick geiler!

Misery Speaks – Catalogue of Carnage

Drakkar / Sony BMG

Hell yeah! Was ist das denn geiles? Das unscheinbare Cover ließ mich ja nicht im geringsten ahnen, welch Nacken herausfordernde Takte mich erwarten. Gleich der Opener „The Scavenger“ zeigt wo´s lang geht..: Genialster schweden Death Metal der wie eine gut ausgewogene Mischung aus Illdispossed und Defleshed (R.I.P) klingt. Blastbeats wechseln mit Doublebass-Attacken und den typisch melodischen Leadgitarren aus Ikea-Land. Hervorzuheben ist auch der Gesang, der schön grunzend/kreischend daher kommt, und völlig ohne Clean Vocals zu beeindrucken versucht, was man ja schon zur Genüge von „moderneren“ Bands gewohnt ist. Diese Scheibe könnte auch von 1997 stammen – und das ist ein Kompliment!
Der fette Sound tut sein übriges, alle Instrumente sind perfekt zu hören und die Scheibe klingt in keiner Sekunde überproduziert. „Catalogue of Carnage“ ist schon jetzt ein Highlight des Jahres.

Bobaflex – Tales from dirt Town

TVT / Edel
Rawk’n'Roll

Bei den ersten Tönen hab ich doch etwas verwirrt geguggt, was da nu kommt… aber nach kurzem Eingewöhnen gefällt mir der Sound doch ziemlich gut! Einen Vergleich oder Kategorie kann man fast gar nicht finden… die Takte hüpfen zwischen sämtlichen Schubladen hin und her… da hört man mal ein “ah!” a la Disturbed und dann meint man Meat Loaf im Player zu haben, dann aber auf einmal Korn… also wirklich bunt gemischt.. und das Ergebnis ist eine ziemlich geile Mischung!Bei den ersten Tönen hab ich doch etwas verwirrt geguggt, was da nu kommt… aber nach kurzem Eingewöhnen gefällt mir der Sound doch ziemlich gut! Einen Vergleich oder Kategorie kann man fast gar nicht finden… die Takte hüpfen zwischen sämtlichen Schubladen hin und her… da hört man mal ein “ah!” a la Disturbed und dann meint man Meat Loaf im Player zu haben, dann aber auf einmal Korn… also wirklich bunt gemischt.. und das Ergebnis ist eine ziemlich geile Mischung!

Broken Teeth – Electric


Tex-Tone/Cargo
Old School

Etwas rockige Klassik gefällig? Wer Pantera mag und AC/DC liebt, wird auch Broken Teeth nicht verachten.
Großer Pluspunkt: Der sonst oft diskriminierte Bass kommt bei den Jungs nicht zu kurz – Bassisten an die Macht!
Der Silberling überzeugt aber auch mit sauberen Gitarrenriffs und  geiler Stimme.
Nur in den Texten sollte man nicht allzu viel Niveau suchen.

U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern – Vollgas


Sonic Revolution
Hardcore Acappella

„U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern“, ja das ist wirklich eine Band – und was für eine! Erstmal musste ich ja an einstürzende Neubauten, abstürzende Brieftauben und zwangsversteigerte Doppelhaushälften denken… nachdem ich die CD aber mit skeptischer Erwartung in die vertrauliche Obhut meines CD-Players gab, kam sie da auch so schnell nicht mehr raus!
Die U-Bahn Kontrollöre ziehen geizige Elektronikfachhändler durch den Kakao und präsentieren die Ärzte, Rage against the Machine und Rio Reiser in innovativen Acappella-Versionen. Kurzum: Amüsante Covermusik!
Absolute Anspielpflicht, „Kaktus“ – und dabei kichernd auf dem Boden kullern! Viel Spass!

The Destiny Programm – Subversive Blueprint


Nuclear Blast
Modern Metal / Hardcore

Eine Demo-CD mit 12 Songs bestücken, die dann aber in 99 Parts aufteilen? Na das erklär mal einer meinem uralten, völlig verwirrten CD-Player!
Aber der arme wurde entschädigt, denn was er dafür abspielen durfte, war gar nicht übel, allerdings auch nicht wirklich neu. Wechsel zwischen gut gelungenen Gesangs- und Screamoparts erinnern doch sehr an die Kollegen von Hatebreed und Killswitch Engage. An der Aufnahmequalität kann man, abgesehen von den 99 Songschnipseln, nicht meckern. Für Hardcore-Fans ist der Silberling also durchaus zu empfehlen.
Übrigens gastiert die Combo am 04. Januar 2008 im Z-Bau, wo dann auch schon mal herrlicher Pogo angesagt sein dürfte!

Blood Simple – Red Harvest


Warner Music
Melodischer Hardcore

Melodisch und aggressiv passt nicht zusammen? Denkste!
Bloodsimple beweisen mit ihrer zweiten Scheibe das Gegenteil! Befindet man sich grad noch in einer kuscheligen Welt entspannter Töne, fällt man mit dem nächste Scream-Part auch schon in wohlwollendes Kopfnicken. Man könnte fast mit einer Mischung aus KoRn und Muse vergleichen, aber eigentlich trumpfen die Jungs mit ihrem eigenen Stil auf.
Aber so erfrischend der Sound auch erscheinen mag, hat man das ganze Album durchgehört, reicht es dann auch erstmal wieder…