Geilster Musiktipp des Jahrtausends:
Dawn of Despair

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Arsis – We are the Nightmare

NUCLEAR BLAST
MELODIC DEATH METAL

Referenzen haben die Herrschaften von ARSIS genug vorzuweisen, schließlich war man mit EXODUS und ENSLAVED auf Tour. Außerdem wurde in den legendären Planet Z Studios (HATEBREED, AGNOSTIC FRONT) produziert. Und, ist was ordentliches bei rausgekommen? JAAA! Mit knallharten, schnellen Riffs und Powergegrunze hauts einem die Löffel weg! Noch dazu, wo ich großer ARCH ENEMY-Fan bin – ARSIS scheinen meiner Meinung in der Hinsicht beizupflichten. Man muss jedoch auch eingestehen, das sie an Angela Gossows Gesang nicht heranreichen, das wäre aber auch unmenschlich! Und ARSIS haben noch einen Vorteil: Man versteht sogar die Texte recht gut, was im Death Metal ja nicht unbedingt üblich ist.

Talk Radio Talk – Beyond these lines

Swell Creek / Soulfood
Hartwurst

Eine Horde wild gewordener Ameisen in karierten Holzfäller-Hemden! Das denkt man, wenn man den Jungs von Talk Radio Talk in beschaulicher Live-Atmosphäre begegnet. Wenn ich mir die Bande im Studio vorstelle, geh ich mal stark davon aus, das die Bude kurz und klein gehackt wurde. Was die Herren da raus hauen, lässt sich verdammt gut hören. Auf Emocoretypische Clean-Shout-Wechselgesänge wird gänzlich verzichtet – eine erfrischende Wohltat! Ruhige Phasen werden teilweise mit harmonischem Sprechgesang unterstützt… oder einfach instrumental belassen. Aber wehe wenn die Ruhe vorbei und der Sturm an der Reihe ist! Ich frage mich, ob Sänger Manuel Ploetzky wohl Stahlseile an Stelle von Stimmbändern hat?
Und auch der Rest des Ameisenhaufens beweist wahrlich Talent, die Riffs krachen und der Nacken macht mit. Die Band sollte man unbedingt im Auge behalten!

Illdisposed – The Prestige

AFM / Soulfood
Major League Metal

Die Groove-Könige sind wieder da! Illdisposed beweisen mit ihrer mittlerweile 10 Veröffentlichung das sie noch jede dahergelaufene moderne Metalcore-oder sonstwas-Combo in der (Kokain)Pfeife rauchen! Bereits der Opener “Let Go” knallt wie Elch aber spätestens beim zweiten Song hab in meiner Bude mitgemosht. Einfach Wahnsinn! Genialste Riffs und Leads treffen auf tödliche Beats und Genickzerbrechende Double-Bass. Und Frontmann Bo “Subwoofer” Summer grunzt und kreischt mal wieder alles in Grund und Boden. Der fette Sound tut sein übriges. Die Band hat die Experimente der letzten beiden Alben mit cleanen Gesängen und Keyboards wieder verworfen, und klingen wieder wie auf “Submit” oder “There’s something rotten…” Swedish Death Metal from Denmark… Respekt!
Alle Freunde von Illdisposed (Eierlose Nutten mit Sauerkraut in der Lederhose), und Leute die mal wirklich aggresive und dennoch melodische Musik hören wollen bleibt nur eins übrig: Kauft euch ” The Prestige”! Illdisposed ruled…!!!

Divinity – Allegory

Nuclear Blast
Modern Metal

Nach 2 Demos probieren’s Divinity also mal mit einem Album. Eine interessante Mischung ist dabei herausgekommen. Irgendwo zwischen harten Riffs und energischem Gegröhle findet man sich auf einmal in melodischen, liebevoll gesungenen Parts wieder – kurz bevor die Doublebass den Nacken weiter zucken lässt. Aber, so abwechslungsreich das auch klingt, irgendwie ist es doch nicht neu. Aber es muss ja nicht alles neu sein, um gut zu klingen. Das die Jungs mit Cannibal Corpse und Kataklysm auf Tour waren hat offensichtlich geprägt. Unter www.divinity.ca gibt es übrigens zwei Songs zum kostenlosen – legalen – Download!

Made of Hate – Bullet in your Head

Soulfood / AFM Records
Melodic Death Metal

Yeah, Zeit zum Moshen!! Sehr geil, die Scheibe! Fette Riffs, geiler Sound und starker Gesang. Die Band weiß, wo sie hin will! Die größten Vorbilder der Polen dürften eindeutig Children of Bodom sein, also nichts für Weicheier. Die typischen Keyboardklänge findet und vermisst man hier aber nicht. Gitarristen dürften beim Hören wahre Freude haben, den an Gitarren-Solo’s mangelts wahrlich nicht. Das sei Lead Gitarrist Michal auch vergönnt – er weiß sein Instrument zu spielen!
Aber auch Schlagzeuger Tomek vemöbelt sein Drumkit ordentlich, und Basser Jarek heizt ordentlich ein. Fazit: Für Children of Bodom Fans ein Muss, und auch allen anderen Melodic-Gitarren-Duellen-Mosh-Fetischisten sei dieses Album ans Herz gelegt… Und jetzt wird der Propeller angeschmissen!

Random – essays of pathetic moments

Universal / rockhit records
Poprock

Was ist mir denn da in den CD-Player gerutscht? Eine Mischung aus den Chartstürmern Sunrise Avenue und Green Day, so möchte man meinen. Tatsächlich ist es aber das neue Album von „random“. Fünf Österreicher, die musikalisch nicht auf den Kopf gefallen sind. Ein wenig Pop, ein bisschen Rock und ein Messerspitzchen voll Punk, heraus kommt „essays of pathetic moments“. Der Titel hält, was er verspricht, pathetisch sind die Songs auf jeden Fall – absolut Charts- und Party-tauglich. Inhaltlich handeln die Songs von Angst, Liebe und Hass – fast schon ein wenig trübselig für die fröhlichen Melodien. Aber immerhin, davon wird man dann nicht depressiv!