Geilster Musiktipp des Jahrtausends:
Dawn of Despair

R’n'P: Brainstorming in Sachen “Ill Nino”

So… ich versuche mir jetzt mal Gedanken zum R’n'P Song von Ill Nino zu machen…Vielleicht verschafft es ja dem einen oder anderen von euch etwas Anregung… morgen mache ich mich dann ans fotografieren.. ein Motiv hab ich schon im Kopf.. wie immer nur keine Ahnung wie ichs umsetzen soll *g*

Ich habe mal damit begonnen, einfach nur auf die Musik zu hören.. ich persönlich liebe ja Live-Musik… am besten so richtige schöne aufs-Maul-Mugge, wo man sich richtig in den Pogo schmeißen kann und drei Tage danach noch richtig derben Muskelkater im Nacken hat… genau so beginnt das Lied… stünde ich in der (übrigens auch pogenden) Menge, würde ich die Haare wild durch die Gegend fliegen lassen… zwischendurch kommen dann allerdings auch immer wieder ruhigere Passagen… also kein durchgängiger Nackenbrecher, der Song….witzigerweise finde ich textlich allerdings die ruhigen Passagen am aggressivsten…

Generell sind auch im Text starke Emotionen am Werk…. gleich zu Anfang wird einem Hass im wörtlichsten Sinn entgegengeschmettert… Shut up!

Thematisch handelt der Text – nach meiner Interpretation – von “zurecht gebogen werden”, bzw schon komplett zugunsten der Gesellschaft ohne Eigenüberlegung zu handeln.

Your stupid face just makes me sick
I see you changing every day
To fit into the newest clique
I know you, but everything you do
Is just a part of you, you’ll never see the truth

I hate the way you make me feel
I hate the way you think you’re real
Your one voice it destroys my one choice

Jedenfalls verstehe ich den Song als Hommage an alle wohlgeformten Gesellschaftscharaktere und Hasserklärung an die, die (uns) Rebellen formen wollen. Das alles kommt aber erst später im Text.

Die Einleitung ist mehr ein “ätsch ich bins und du nicht”… was wohl mehr auf die Unterschiede sozialer Schichtung hinweist… der Mensch hat die Eigenheit, immer das zu wollen, was er nicht hat… gehöre ich einer Randgruppe an, will ich in die High Society… schlürft man teuren Champus, ist man neugierig auf billiges Dosenbier. Psychologisches Phänomen.

You think that I’m the one to blame
Everything I lose is just a piece of what there is
to gain
You think it’s cool and all is fine
Now is the day when you pay, this is my time
I feel for you nothing but pain
I am what you will be, you are dying in me
I love you, I hate you, I miss you…

Zwischendurch findet man dann noch das Versprechen des Erzählers, selbst niemals so zu werden….

You’re always thinking you’re so perfect
Those thoughts drove me away from home
But if you put me through your tests
Then I will fade

Fehlt nur noch eine Textpassage:

I have nothing to say
But I feel like my mouth is wide open
Everything that is real
Comes around
Comes around…

Ich denke, das spiegelt einfach das Empfinden, Anerkennen und den sozialen Charakter wieder, wenn man sich ausserhalb “seiner” Gruppe in der Gesellschaft aufhält… oftmals fühlt man sich beobachtet, aussetzig, nichtssagend… die zuordnenten Blicke scheinen einen für dumm und mundtod zu erklären.

Darfs noch etwas mehr sein?:

Discussion Area - Leave a Comment