Heinz Strunk – Fleisch ist mein Gemüse
Seit Monaten wollte ich dieses Buch haben! Leider bin ich mit Büchern kaufen immer etwas knausrig… es soll ja Leute geben, die gute Bücher mehrmals lesen… ich gehör nicht dazu… da kann das Buch noch so gut sein… wenn ichs gelesen hab, ist der Reiz weg.
Aber die Erinnerung ist gut.. v. a. bei so einem klasse Buch wie “Fleisch ist mein Gemüse! Herrlich!
Ich könnte mir vorstellen, das es vielleicht nur für Musikbegeisterte interessant ist – aber für die dann um so mehr… wer selbst Musiker ist, oder mit Musikern zu tun hat (Groupies jetzt weniger, ich denk da mehr an Roadies und Veranstalter ;) ) wird sich und vor allem die Herren Musiker-Kollegen im Buch wieder finden… einerseits hat mich das beruhigt… ich bin also nicht bei einer total bescheuerten Band gelandet… doch bin ich… aber sie ist nicht aussergewöhnlich bescheuert, sondern nur so, wie alle anderen auch *g*
Wahre Begebenheiten aus dem Alltag von den Träumen vom großen Erfolg, während man im Dreihäuserhinterwäldlerkaff einen Coverhit nach dem anderen herunterklimpert… mit genug Humor geschrieben – auch wenns in Wahrheit gar nicht so lustig ist. Man muss halt auch mal übers Leben lachen können.
Leseprobe gefällig?
[...]Norbert und ich pichelten, was das Zeug hielt, während sich Jens und Gurki zurückhielten. Sie hatten ja noch etwas vor! Beide waren aufgeheizt bis zum Gehntnichtmehr und wollten sich diese einzigartige Gelegenheit unter gar keinen Umständen durch die Lappen gehen lassen. Auffällig unauffälig versuchten sie den Aufbruch einzuleiten, aber die beiden Girls hatten es nicht eilig und ließen sich lieber noch auf ein schönes Getränk einladen. Das mit dem Zappeln lassen hatten sie drauf. Die eine war ziemlich klein und erinnerte mich an Miss Piggy. Sie hatte dieses gewissen Säuische, das machne Männer sehr gern mögen. Die andere hatte lange braune Haare und ein beeindruckendes Dekolleteé. Sie sah eindeutig besser aus als Miss Piggy, schien jedoch ziemlich phlegmatisch zu sein. Sweit ich sehen konnte, war die Verteilung bereits abgeschlossen. Gurki würde seine verdorbenen Phantasien an Miss Piggy ausleben, während ich Jensens Wurstfinger schon am Busen der Schläfrigen rumschrauben sah. Vielleicht ja auch nicht! Ich fixierte unseren zwergenhaften Bandleader, dessen bleicher, von Leberflecken entstellter Muckerkörper vor Erregung bebte, und ließ meinen Neidfilm ablaufen:
Auf dem Hotelzimmer streift sich Miss Piggy ihr eng anliegendes T-Shirt vom drallen Körper, bereit für jede, aber auch jede Sauerei. Die eingewachsenen Speisereste in Guris ungepflegtem Schnauzbart riechen stechend nach schlecht ausgewischtem Apothekenschränkchen, sein weißes Smokinghemd ist vermiert mit Soßenhaut. Er öffnet seine rissigen Lippen und sucht in der Dunkelheit mit blauschwarz belegter Zunge verzweifelt den Mund der Sexbraut. Er stinkt nach Kabelabrieb und defekten Elektogitarren. [...]
Darfs noch etwas mehr sein?:
- Quasi Vor-bild-lich 5. Juli 2009; 0 mal Senf abgegeben
- Hackneyed – Burn after reaping 19. August 2009; 0 mal Senf abgegeben
- Wackel Festival 2009 1. August 2009; 2 mal Senf abgegeben



Ich hatte das Teil als Hörbuch… sehr empfehlenswert! Nur wenn man es dann im Zug hört, muß man damit klar kommen, dass die Mitreisenden einen mindestens für grenzdebil halten, wenn man da so aus dem Nichts giggelanfälle bekommt….
Hihi… stell ich mir lustig vor… in zeiten von BSE und Schweinegrippe hat man wahrscheinlich gleich noch jede Menge Platz, wenn man mitten im Zug auf einmal laut loslacht *g*
Ich glaub, das Hörbuch werd ich mir bei Gelegenheit auch noch holen… oder wollen wir tauschen? ich schick dir meins, du schickst mir deins *g*
Ich höre das auch gerade und es ist unglaublich gut…nur in Harburg möchte man danach nicht mehr wohnen
Hehe, naja, so schlimm ists ja nun auch wieder nicht…. *g*