Nachtrag: Ich hatte mal wieder Lust zum Vorlesen
Langsam halte ich es für Schicksal… vor ein paar Wochen geht meine HandyKARTE kaputt… einfach so.. schwupps, wech.
Dann hab ich mri also eine neue Karte gekauft… kurz drauf macht das schon länger schwächelnde Handy komplett schlapp… Also ein neues Handy gekauft.. dieses Handy hat aber Simlock.. also wieder eine neue Nummer…
Gestern nun kam ich auf die glorreiche Idee, mein neues Handy könnte mal eine Rundumsäuberung ertragen… ab in die Waschmaschine damit..
heute morgen ging es nach hoffnungsvollem Zureden wieder… jetzt ists wieder aus und tut keinen Mucks mehr…
Das regt mich doch sehr zum Nachdenken an… ist es Schicksal? Will man mich vom Zwang der Immerereichbarkeit befreien?
Ich habe mir mal Vor- und Nachteile vor Augen geführt:
Vorteil: Ich bin immer erreichbar.
Nachteil: Ich bin immer erreichbar.
Mal ehrlich, wer will das so ganz immer? Ich hasse telefonieren. Und eigentlich gibt es nur einen Menschen, der mich ab und an mal am Handy anruft (meist in den unmöglichsten Situationen) – aber selbst der lernt nach und nach meine Festnetznummer kennen und sogar Emails schreiben bringe ich ihm allmählich bei; Einen weiteren Menschen, der mir ab und zu Sms schreibt (wenn er mal Guthaben hat), den ich aber dennoch jeden Abend sehe und ein Zettel aufm Küchentisch genauso wirksam sein könnte, und einen einzigen Menschen, für den ich in Notfällen immer erreichbar sein will, der das aber (zum Glück) nie nutzt. Einzig und allein für letzteres lohnt sich mein Handy.
Und dann gibt es da noch Arbeitgeber, die anrufen und Dienstpläne ändern und Urlaubstage verschieben, Klassenkameraden, die sonst nie ein Wort mit mir wechseln aber auf einmal Hilfe bei irgendwelchen Lernunterlagen brauchen, Leute, die sich mitten in der Nacht verwählen oder Freunde, die sturzbetrunken Sms schreiben (die dann die ganze Nacht im 10 minütigem Takt Erinnerungs-klingelt, aber immer nur genau so, das man wach wird, aber nicht genug um das verflixte ding abzuschalten), Leute die 1 Tag vorher anrufen, ob man da und dort helfen könnte oder auch gerne mal noch 10 Minuten vor ausgemachter Abfahrt, das sie später kommen.
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Tags: Der ganz normale Alltagswahnsinn, Geschriebenes, Gedachtes, Kognitive Diarrhoe von Juli
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